Grußwort des Bürgermeisters für das Jahr 2018

 

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

 

jetzt schon zum zweiten Mal darf an dieser Stelle mit Freude und Dankbarkeit auf ein Jahr voller kleiner und großer Ereignisse zurückblicken, die Sie, die Ihr, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, mit Engagement und oft großem persönlichem Einsatz mitgestaltet habt. Es ist mir ein wichtiges Anliegen, Ihnen, Euch allen und jedem Einzelnen, der seinen Beitrag für das gelungene Miteinander im Dorf geleistet hat, von Herzen zu danken.


Passend dazu will ich hier die Worte eines großen Politikers zitieren: In Erlenbach ist längst zusammengewachsen, was zusammengehört. Für den guten Gemeinschaftsgeist, der unser Dorf auszeichnet, lassen sich viele Beispiele finden, die ersten schon zu Beginn des nun endenden Jahres: Erstmals haben wir in unserem Dorfgemeinschaftshaus gemeinsam das Jahr 2017 begrüßt, eine gelungene Aktion, die sehr viele genutzt haben, manche sogar bis zum Morgengrauen. Und schon bald darauf gab es wieder Gelegenheit zum Feiern: In allen Ortsteilen wurden die Christbäume eingesammelt und anschließend unter großer Beteiligung beim Knutfest verbrannt. Sehr gut entwickelt hat sich auch der Jugendraum, wo sich unser Nachwuchs mit Unterstützung eines Betreuerteams alle zwei Wochen mit Gleichaltrigen trifft und sich seinen Hobbys widmen kann. Eine herausragende Gemeinschaftsleistung war im Sommer der Abriss des alten Feuerwehrhauses, beim dem unzählige freiwilliger Helferinnen und Helfer über einen Monat lang an jedem Samstag tüchtig mit angepackt haben. Viele Bürger haben auch Geräte zur Verfügung gestellt, so konnte ein großer Teil der Abrisskosten zum Nulltarif erbracht werden. Allen Beteiligten gilt mein besonderer Dank, bei den Dankesworten allein soll es aber nicht bleiben ...


Großes Interesse fand auch in diesem Jahr wieder der Tag des dörflichen Handwerks, der viele Besucher auch aus umliegenden Gemeinden nach Erlenbach führte. Ein besonderes Highlight dabei war der erstmalige Einsatz des Schoppebähnels, das die Besucher zu allen Sehenswürdigkeiten der Gemeinde führte.  Vieles andere konnte  in Erlenbach und den Ortsteilen Seehof, Burg Berwartstein und Lauterschwan auf die Beine gestellt werden, so die ökumenische Veranstaltung „Miteinander – Füreinander“, das Open-Air-Konzert mit den Stuttgarter Salonikern, der Seniorennachmittag, bei dem ein Hobby-Koch aus der Gemeinde die Zubereitung des Menüs und der Gemeinderat den Service übernahm, das von den Wasgau-Musikanten begleitete

St. Martinsfest vor dem Dorfgemeinschaftshaus oder der Lauterschwaner Advent mit dem Bläserkreis Bad Bergzabern. Viel gelobt von den Besuchern aus unserer Partnergemeinde Frössen, die dieses Mal während der Kerwe zu Gast waren, wurde die Dorf-Rallye, bei der alle Gelegenheit hatten, Erlenbach einmal von allen Seiten kennenzulernen. 

 

Für die rege Mitwirkung bei der Gestaltung dieses guten Gemeinschaftslebens im Dorf und für die großmütige, freiwillige und uneigennützige Hilfe gilt der engagierten Bürgerschaft mein herzlicher Dank. Danken will ich auch den Mitgliedern des Gemeinderats für die gut funktionierende und harmonische Zusammenarbeit.

 

Ein herzlicher Willkommensgruß gilt allen, die unser Dorf als neue Heimat ausgewählt haben: Mögen Sie sich hier gut aufgenommen und recht bald zu Hause fühlen.

 

So, wie wir dankbar und zufrieden auf 2017 zurückschauen dürfen, können wir dem neuen Jahr hoffnungsvoll und zuversichtlich entgegensehen. Freuen dürfen wir uns auf die Fertigstellung des Hans-Trapp-Platzes beim Dorfgemeinschaftshaus. Und damit in Lauterschwan nicht mehr über die Raser auf der B 427 geklagt werden muss, sollen dort demnächst Parkbuchten eingerichtet werden. Es geht also weiterhin gemeinsam voran!

 

So wünsche ich Ihnen, Euch und uns allen für das Jahr 2018 Glück, Gesundheit, Frieden und eine gute, glückliche Zukunft in einer Welt ohne Hunger, Elend, Krieg, Terror und Zerstörung. Mein ganz persönlicher Wunsch: Machen Sie weiter so. Ihrem, Eurem Gemeinschaftssinn und Engagement für das Gemeinwohl ist es zu verdanken, dass sich alle in unserem Heimatdorf wohlfühlen und in Glück und Eintracht zusammenleben können.

 

Ihr Ortsbürgermeister Dirk Eichberger

 


Intakte Dorfgemeinschaft mit „Kleinod“ als Mittelpunkt

Dorfzentrum Erlenbach mit dem Dorfgemeinschaftshaus und "Kunst am Bau".
Beliebter Treffpunkt im Dorfzentrum: Das Dorfgemeinschaftshaus mit "Kunst am Bau".

„Wir haben alles, was wir brauchen“, sagt Bürgermeister Dirk Eichberger. Knapp 350 Menschen leben in Erlenbach und seinem Ortsteil Lauterschwan. Die Gemeinde ist ins Dahner Felsenland eingebettet und durch die Bundesstraße 427 mit dem Rest der Pfalz verbunden. Diese Bundesstraße, Verkehrsader zwischen West- und Südpfalz, die an Erlenbach vorbei und durch Lauterschwan führt, stellt für viele im Felsenland Wohnende auch den Weg zur Arbeit in Unternehmen in der Rheinebene dar. Die Anbindung gehört zu dem, was der Bürgermeister mit „was wir brauchen“ meint: Dinge, die es im Dorf nicht gibt, sind schnell zu erreichen. Und zwar nicht nur für Autofahrer, sondern auch für Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs. Denn mit dem Bus können die Einwohner der Gemeinde nach Dahn, Annweiler und Bad Bergzabern reisen. Damit erschließen sich ihnen neben vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten unter anderem auch Fachärzte, Krankenhäuser und weiterführende Schulen.
Für vieles reichen in Erlenbach aber auch Fahrrad oder „Schusters Rappen“. Das ist nicht zuletzt einem wahren Kleinod des Dorfes sowohl hinsichtlich des architektonischen Reizes als auch der Nutzungsmöglichkeiten zu verdanken: dem vor vier Jahren eingeweihten Dorfgemeinschaftshaus. Hier tagt der Rat, treffen sich die Vereine, hier kann man Geburtstag oder Hochzeit feiern, und hier gibt es auch einen Verkaufsraum, in dem eine Bäckerei jeden Morgen den Bedarf für Frühstücks- und Kaffeetafel bereithält. Einmal monatlich bietet eine Friseurin ihre Dienste an, und einmal im Monat lädt auch die ökumenische Gruppe „Miteinander Füreinander“ zum Gesprächskreis ein – jedes zweite Mal wird dabei ein gemeinsames Mittagessen angeboten. Dorf- und Vereinsfeste werden hier ebenfalls gefeiert. Einmal im Jahr gibt es einen „Tag des dörflichen Handwerks“, an dem die Betriebe ihre Höfe und Werkstätten öffnen. Dann ist das Dorfgemeinschaftshaus ein zentraler Anlaufpunkt für gesellige Päuschen zwischendurch. Die Attraktivität des Dorfmittelpunkts soll noch gesteigert werden, verrät Eichberger, wenn im Zuge weiterer Baumaßnahmen direkt am Haus ein einladender Platz entsteht, der nach dem berühmt-berüchtigten Berwartstein-Burgherrn benannt wird: „Hans-Trapp-Platz“.
Gesellige Zusammenkünfte pflegen die Erlenbacher und ihre Gäste nicht nur „unten“ im Dorf, sondern auch weiter „droben“, beispielsweise im Rittersaal der Burg, die überdies ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm bietet, oder im Sportheim beim Campingplatz. Und schließlich lässt es sich am Seehof bestens entspannen. Der Badeweiher mit Spielwiese und Kiosk liegt vom Wald umgeben zwischen Erlenbach und dem Ortsteil Lauterschwan, der aus einem einstigen Holzfällerlager entstanden ist und heute rund 80 Einwohner hat. Zu den Stätten der Dorfgemeinschaft trägt Lauterschwan mit der St. Michaelskapelle bei, die als Ort besinnlicher Einkehr bei Wanderern und Radlern beliebt ist, für örtliche Kulturveranstaltungen genutzt wird und auch als Raum für private Anlässe wie Trauungen gebucht werden kann.
Die Möglichkeiten, in der Gemeinde häuslich zu werden, sind derzeit gut: Je etwa ein halbes Dutzend Bauplätze sind in beiden Ortsteilen zu haben, bilanziert der Bürgermeister. Und auch wenn die Gemeinde selbst keinen im Angebot hat, bietet er an, Kontakte zwischen den privaten Anbietern und Interessenten zu vermitteln. Anfragen können per E-Mail an dirk.eichberger@dahner-felsenland.de gerichtet werden.                                                                                                          Henning Wiechers    


 

Einweihung des Dorfgemeinschaftshauses Erlenbach im November 2014.
Mit viel Prominenz, darunter der damalige Ministerpräsident Kurt Beck (Mitte) wurde im November 2014 das neue Dorfgemeinschaftshaus eingeweiht. (Foto: privat)

Besuch aus alter Zeit

Sie sind immer mal wieder in historischen Gewändern im Pfälzer Wald unterwegs: die Mitglieder der Gruppe ,,The Civilian". Im Sommer führte sie eine Wanderung unter dem Motto ,,lebendige Geschichte" rund um Erlenbach, eine Weile später erreichten uns einige Bilder von diesem Ereignis (siehe unten).

Die Gruppe versteht sich nach ihren eigenen Angaben als Zusammenschluss vieler Einzeldarsteller beiderlei Geschlechts mit dem Schwerpunkt der zivilen Darstellung sowohl der USA als auch der deutschen Länder zwischen 1858 und 1865. Ihre Mitglieder kommen aus den unterschiedlichsten Darstellungsrichtungen. So sammelten einige bereits Erfahrungen im 13. Jahrhundert, dem späten 18. Jahrhundert, der Zeit des Amerikanischen Bürgerkrieges oder sind einfach ohne große Reenactment-Erfahrungen zur Gruppe gekommen. Kleidungsmäßig richten sie sich nach verschiedenen zeitgenössischen Quellen. ,,Der Reiz der zivilen Darstellung liegt darin", so heißt es auf der Internetseite der Gruppe, ,,dass sich für jeden die Möglichkeit bietet, nach Interessen und Neigungen zu gehen. Der eine stellt einen Zimmermann dar, der andere einen Mützenmacher; der nächste schlüpft in die Rolle eines Beamten; wieder der nächste ist einfach ein Reisender" (www.the-civilian.de).

Es ist daher gut möglich, dass die verschneite Landschaft dieser Tage oder die ersten Sonnenstrahlen im Frühjahr die ungewöhnlich gewandeten Damen und Herren wieder in unsere Region locken - also Augen auf!