Grußwort des Bürgermeisters für das Jahr 2017

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

ein neues Jahr hat begonnen, und gerne nutze ich an dieser Stelle die Gelegenheit zu einem ersten Jahresrückblick. Der soll vor allem Anlass sein, Ihnen allen für das große Vertrauen zu danken, das Sie mir bei den Bürgermeisterwahlen im vergangenen Frühjahr entgegengebracht haben.

Der Amtsantritt kam wie wohl für alle auch für mich überraschend: Unverhofft und schmerzlich mussten wir im Februar 2016 von unserem langjährigen Bürgermeister Bernd Arnold Abschied nehmen, der nach kurzer, schwerer Krankheit unerwartet schnell verstarb. In unseren Herzen bleibt er unvergessen, sein Wirken ist in unserer Gemeinde und ihren Ortsteilen überall sichtbar und unvergänglich. Mehr als vier Jahrzehnte war er kommunalpolitisch engagiert, und seit seiner Wahl zum Bürgermeister war er die treibende Kraft für Erlenbachs Weiterent-wicklung. Das Dorf auch für die Zukunft attraktiv zu machen und das Verständnis der Menschen untereinander zu fördern waren die Triebfedern seiner Amtsführung. Die Partnerschaft mit unserer Partnergemeinde Frössen in Thüringen lag ihm besonders am Herzen. 

So konnte es gelingen, dass Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, zu einer echten Dorfgemeinschaft zusammengewachsen sind, wie ich während meiner erst kurzen Amtszeit an vielen Beispielen feststellen durfte. Dank des beispielhaften Einsatzes vieler freiwilliger Helferinnen und Helfer konnte im vergangenen Jahr wieder vieles in unserer Gemeinde und den Ortsteilen Seehof, Burg Berwartstein und Lauterschwan auf die Beine gestellt werden. Zum Beispiel die Vorarbeiten für den Neubau unseres Feuerwehrhauses, die ökumenische Veranstaltung „Miteinander – Füreinander“, der Tag des dörflichen Handwerks, das erste Open-Air-Konzert mit den Stuttgarter Salonikern und das Spielfest am Seehof, die Kerwe, der Seniorennachmittag, der Besuch bei unserer Partnergemeinde Frössen oder der Lauterschwaner Advent. Für die rege Mitwirkung bei der Gestaltung dieses guten Gemeinschaftslebens im Dorf und für die großmütige, freiwillige und uneigennützige Hilfe gilt der engagierten Bürgerschaft mein herzlicher Dank. Danken will ich auch den Mitgliedern des Gemeinderats für die gut funktionierende und harmonische Zusammenarbeit. Auch unserem „Singkreis am Berwartstein“, der sich nun, zwar aus verständlichen Gründen, aber doch zu unserem großen Bedauern aufgelöst hat, gilt es, Danke zu sagen für sein jahrzehntelanges großes kulturelles Engagement.

Ein herzlicher Willkommensgruß gilt allen, die unser Dorf als neue Heimat ausgewählt haben: Mögen Sie sich hier gut aufgenommen und recht bald zu Hause fühlen. Auch alle neugeborenen Erdenbürger heiße ich in unserer Gemeinde herzlich willkommen.

So, wie wir zufrieden und voll Dankbarkeit auf das vergangene Jahr blicken dürfen, können wir dem kommenden Jahr hoffnungsvoll und zuversichtlich entgegensehen. Der Bau für die neue Unterkunft der Freiwilligen Feuerwehr hat gute Fortschritte gemacht, bereits im Frühjahr werden wir es einweihen können. Auch auf die Umgestaltung des Platzes beim Dorfgemeinschaftshaus dürfen wir uns freuen. Damit bekommt Erlenbach ein schmuckes Dorfzentrum, und ich bin davon überzeugt, dass diese Begegnungsstätte bald zu einem beliebten Treffpunkt der Dorfgemeinschaft wird.

Für das Jahr 2017 wünsche ich Ihnen, Euch und uns allen Glück, Gesundheit, Frieden und eine gute, glückliche Zukunft in einer Welt ohne Hunger, Elend, Krieg, Terror und Zerstörung. Allen kranken Mitbürgerinnen und Mitbürgern im Dorf wünsche ich gute Genesung.

Mein ganz persönlicher Wunsch: Machen Sie weiter so. Ihrem Gemeinschaftssinn und Ihrem Engagement für das Gemeinwohl ist es zu verdanken, dass sich alle in unserem Heimatdorf wohlfühlen und in Glück und Eintracht zusammenleben können.

Ihr Ortsbürgermeister Dirk Eichberger

 


Intakte Dorfgemeinschaft mit „Kleinod“ als Mittelpunkt

Dorfzentrum Erlenbach mit dem Dorfgemeinschaftshaus und "Kunst am Bau".
Beliebter Treffpunkt im Dorfzentrum: Das Dorfgemeinschaftshaus mit "Kunst am Bau".

„Wir haben alles, was wir brauchen“, sagt Bürgermeister Dirk Eichberger. Knapp 350 Menschen leben in Erlenbach und seinem Ortsteil Lauterschwan. Die Gemeinde ist ins Dahner Felsenland eingebettet und durch die Bundesstraße 427 mit dem Rest der Pfalz verbunden. Diese Bundesstraße, Verkehrsader zwischen West- und Südpfalz, die an Erlenbach vorbei und durch Lauterschwan führt, stellt für viele im Felsenland Wohnende auch den Weg zur Arbeit in Unternehmen in der Rheinebene dar. Die Anbindung gehört zu dem, was der Bürgermeister mit „was wir brauchen“ meint: Dinge, die es im Dorf nicht gibt, sind schnell zu erreichen. Und zwar nicht nur für Autofahrer, sondern auch für Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs. Denn mit dem Bus können die Einwohner der Gemeinde nach Dahn, Annweiler und Bad Bergzabern reisen. Damit erschließen sich ihnen neben vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten unter anderem auch Fachärzte, Krankenhäuser und weiterführende Schulen.
Für vieles reichen in Erlenbach aber auch Fahrrad oder „Schusters Rappen“. Das ist nicht zuletzt einem wahren Kleinod des Dorfes sowohl hinsichtlich des architektonischen Reizes als auch der Nutzungsmöglichkeiten zu verdanken: dem vor vier Jahren eingeweihten Dorfgemeinschaftshaus. Hier tagt der Rat, treffen sich die Vereine, hier kann man Geburtstag oder Hochzeit feiern, und hier gibt es auch einen Verkaufsraum, in dem eine Bäckerei jeden Morgen den Bedarf für Frühstücks- und Kaffeetafel bereithält. Einmal monatlich bietet eine Friseurin ihre Dienste an, und einmal im Monat lädt auch die ökumenische Gruppe „Miteinander Füreinander“ zum Gesprächskreis ein – jedes zweite Mal wird dabei ein gemeinsames Mittagessen angeboten. Dorf- und Vereinsfeste werden hier ebenfalls gefeiert. Einmal im Jahr gibt es einen „Tag des dörflichen Handwerks“, an dem die Betriebe ihre Höfe und Werkstätten öffnen. Dann ist das Dorfgemeinschaftshaus ein zentraler Anlaufpunkt für gesellige Päuschen zwischendurch. Die Attraktivität des Dorfmittelpunkts soll noch gesteigert werden, verrät Eichberger, wenn im Zuge weiterer Baumaßnahmen direkt am Haus ein einladender Platz entsteht, der nach dem berühmt-berüchtigten Berwartstein-Burgherrn benannt wird: „Hans-Trapp-Platz“.
Gesellige Zusammenkünfte pflegen die Erlenbacher und ihre Gäste nicht nur „unten“ im Dorf, sondern auch weiter „droben“, beispielsweise im Rittersaal der Burg, die überdies ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm bietet, oder im Sportheim beim Campingplatz. Und schließlich lässt es sich am Seehof bestens entspannen. Der Badeweiher mit Spielwiese und Kiosk liegt vom Wald umgeben zwischen Erlenbach und dem Ortsteil Lauterschwan, der aus einem einstigen Holzfällerlager entstanden ist und heute rund 80 Einwohner hat. Zu den Stätten der Dorfgemeinschaft trägt Lauterschwan mit der St. Michaelskapelle bei, die als Ort besinnlicher Einkehr bei Wanderern und Radlern beliebt ist, für örtliche Kulturveranstaltungen genutzt wird und auch als Raum für private Anlässe wie Trauungen gebucht werden kann.
Die Möglichkeiten, in der Gemeinde häuslich zu werden, sind derzeit gut: Je etwa ein halbes Dutzend Bauplätze sind in beiden Ortsteilen zu haben, bilanziert der Bürgermeister. Und auch wenn die Gemeinde selbst keinen im Angebot hat, bietet er an, Kontakte zwischen den privaten Anbietern und Interessenten zu vermitteln. Anfragen können per E-Mail an dirk.eichberger@dahner-felsenland.de gerichtet werden.                                                                                                          Henning Wiechers    


 

Einweihung des Dorfgemeinschaftshauses Erlenbach im November 2014.
Mit viel Prominenz, darunter der damalige Ministerpräsident Kurt Beck (Mitte) wurde im November 2014 das neue Dorfgemeinschaftshaus eingeweiht. (Foto: privat)

Besuch aus alter Zeit

Sie sind immer mal wieder in historischen Gewändern im Pfälzer Wald unterwegs: die Mitglieder der Gruppe ,,The Civilian". Im Sommer führte sie eine Wanderung unter dem Motto ,,lebendige Geschichte" rund um Erlenbach, eine Weile später erreichten uns einige Bilder von diesem Ereignis (siehe unten).

Die Gruppe versteht sich nach ihren eigenen Angaben als Zusammenschluss vieler Einzeldarsteller beiderlei Geschlechts mit dem Schwerpunkt der zivilen Darstellung sowohl der USA als auch der deutschen Länder zwischen 1858 und 1865. Ihre Mitglieder kommen aus den unterschiedlichsten Darstellungsrichtungen. So sammelten einige bereits Erfahrungen im 13. Jahrhundert, dem späten 18. Jahrhundert, der Zeit des Amerikanischen Bürgerkrieges oder sind einfach ohne große Reenactment-Erfahrungen zur Gruppe gekommen. Kleidungsmäßig richten sie sich nach verschiedenen zeitgenössischen Quellen. ,,Der Reiz der zivilen Darstellung liegt darin", so heißt es auf der Internetseite der Gruppe, ,,dass sich für jeden die Möglichkeit bietet, nach Interessen und Neigungen zu gehen. Der eine stellt einen Zimmermann dar, der andere einen Mützenmacher; der nächste schlüpft in die Rolle eines Beamten; wieder der nächste ist einfach ein Reisender" (www.the-civilian.de).

Es ist daher gut möglich, dass die verschneite Landschaft dieser Tage oder die ersten Sonnenstrahlen im Frühjahr die ungewöhnlich gewandeten Damen und Herren wieder in unsere Region locken - also Augen auf!